Der HITADokkult II ist ein moderner, immunchromatographischer Schnelltest zum qualitativen Nachweis von humanem Hämoglobin (Hb) im Stuhl. Als hocheffizienter FIT (Fecal Immunochemical Test) bzw. iFOBT erkennt er spezifisch menschliches Blut und ist herkömmlichen chemischen Methoden (gFOBT) weit überlegen. Im Gegensatz zu älteren Guajak-Tests reagiert das System nicht auf tierisches Blut oder Nahrungsmittelbestandteile, was die Spezifität drastisch erhöht und falsch-positive Ergebnisse minimiert.
In der ärztlichen Praxis ermöglicht das System eine schnelle, präzise Identifikation okkulter Blutungen. Der Test ist für die professionelle In-vitro-Diagnostik optimiert und eignet sich ideal für die Erstscreening-Phase in Hausarztpraxen, gastroenterologischen Fachpraxen und Laboren. Ein positives Ergebnis dient als wichtiger Indikator für potenzielle Läsionen im unteren Gastrointestinaltrakt und leitet die notwendige weiterführende Diagnostik wie die Koloskopie ein.
Warum HITADokkult II? Dieser Test bietet mit einem Cut-off von nur 2 µg Hb/g Stuhl eine außergewöhnlich hohe Sensitivität für frühe Blutungszeichen, ohne dass der Patient eine Diät einhalten muss. Die visuelle Auswertung ist bereits nach 5 Minuten abgeschlossen, was die Wartezeit für Patienten und Personal minimiert und die Compliance in der Darmkrebsvorsorge signifikant steigert.
| Hersteller-Nr. (REF) | 308-23895490 |
| Packungsgröße | 25 Tests |
| Marker / Cut-off | Humanes Hb / 2 µg pro g Stuhl (40 ng/ml Eluat) |
| Ergebniszeit | 5 Minuten (max. 10 Min.) |
| Lagerung | 2 – 30 °C (Raumtemperatur) |
| Testtyp | Qualitativer iFOBT (IVD Klasse A) |
| Probenvolumen | Entsprechend dem Spiralstab (ca. 10 µl Stuhl) |
| Probenstabilität | Ca. 7 Tage im Puffer bei Raumtemperatur |
Der FIT/iFOBT reagiert spezifisch auf menschliches Hämoglobin über Antikörperbindung. Im Gegensatz zum chemischen Guajak-Test (Hämoccult) gibt es keine falschen Alarme durch rotes Fleisch, Brokkoli, Vitamin C oder bestimmte Medikamente. Zudem entfällt die lästige Diätvorschrift vor der Probenahme komplett, was die Akzeptanz bei Patienten deutlich erhöht und die Zuverlässigkeit der Ergebnisse im Screening-Prozess verbessert.
Eine sichtbare Linie bei C (Kontrolle) und T (Test) zeigt den Nachweis von humanem Blut im Stuhl an. Dies ist ein wichtiger Indikator für potenzielle Läsionen im unteren Gastrointestinaltrakt, wie beispielsweise Polypen, Adenome oder kolorektale Karzinome. Ein positives Ergebnis erfordert zwingend eine weiterführende ärztliche Abklärung, in der Regel durch eine Koloskopie, um die Blutungsquelle zu lokalisieren und gegebenenfalls sofort zu behandeln.
Nein. Jede erkennbare farbige Linie im T-Feld innerhalb der vorgeschriebenen Ablesezeit von 5 bis 10 Minuten gilt als positives Testergebnis, unabhängig von der Intensität oder Dicke der Linie. Die Linienstärke korreliert nicht mit der Blutmenge in der Probe, da es sich um einen qualitativen Test handelt. Eine schwache Linie ist daher genauso als positiv zu werten wie eine starke.
Nein. Da der FIT spezifisch auf menschliches Hämoglobin reagiert, sind keine diätetischen Einschränkungen erforderlich. Auch die Einnahme von Antikoagulantien, Acetylsalicylsäure (ASS) oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) muss nicht routinemäßig pausiert werden, da diese die Testgüte nach aktueller Studienlage nicht relevant beeinträchtigen. Lediglich Protonenpumpenhemmer können die Sensitivität geringfügig reduzieren, eine Pause ist jedoch nicht zwingend erforderlich.
Ja. Ein positives Ergebnis bedeutet lediglich, dass menschliches Blut im Stuhl nachgewiesen wurde. Neben kolorektalen Karzinomen können auch gutartige oder entzündliche Erkrankungen zu okkulten Blutungen führen. Dazu zählen Hämorrhoiden, Divertikulose und Divertikulitis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Kolonpolypen sowie ischämische Kolitiden. Daher ist eine weiterführende diagnostische Abklärung bei positivem Befund unverzichtbar.
Nach der Entnahme ist die Stuhlprobe im mitgelieferten Puffer bei Raumtemperatur etwa 7 Tage stabil. Dies erleichtert den Rückversand vom Patienten zur Praxis oder die zeitflexible Auswertung im Labor, ohne dass eine gekühlte Logistik erforderlich ist. Dennoch sollte die Auswertung zeitnah erfolgen, um optimale Testergebnisse zu gewährleisten.
Ja, der HITADokkult II ist als IVD der Klasse A zertifiziert und für die professionelle In-vitro-Diagnostik zugelassen. Er kann direkt in der Praxis durchgeführt und visuell ausgewertet werden. Die Durchführung und Interpretation sollte durch medizinisches Fachpersonal oder eine ärztlich autorisierte Person erfolgen. Eine eigenständige Nutzung durch medizinische Laien ohne fachliche Anleitung ist nicht vorgesehen. Bei Einsatz in der Praxis gelten die Anforderungen der RiliBÄK an die Qualitätssicherung entsprechend.
Bei einem positiven immunologischen Stuhltest sollte zeitnah eine diagnostische Koloskopie veranlasst werden, idealerweise innerhalb von vier bis sechs Wochen. Die Koloskopie dient der Lokalisation und Identifikation der Blutungsquelle. Dabei können Polypen direkt entfernt und Gewebeproben entnommen werden. Da nicht jedes positive Testergebnis auf ein Karzinom hinweist, ist die weiterführende Diagnostik entscheidend für die Differenzialdiagnostik.
(Nur zur Nutzung in der professionellen In-vitro-Diagnostik vorgesehen. Nur für medizinisches Fachpersonal oder vom Arzt autorisierte Personen zu verwenden.)
Dieses Produkt ist ausschließlich für die Nutzung in der professionellen In‑vitro‑Diagnostik vorgesehen. Die Durchführung und Interpretation des Tests erfolgt durch medizinisches Fachpersonal oder durch eine ärztlich autorisierte Person. Eine Anwendung im häuslichen Umfeld ist nur unter ärztlicher Anleitung zulässig. Eine eigenständige Nutzung durch medizinische Laien ohne fachliche Anleitung ist nicht vorgesehen.
