Die Roche CARDIAC IQC Kontrollstreifen dienen der regelmäßigen Überprüfung der optischen Messeinheit des Roche cobas h 232 POC-Analysegeräts. Mit den beiden Stufen Low und High wird das gesamte Signalspektrum des Detektors abgedeckt – ohne Probenmaterial, ohne Rekonstitution, in unter einer Minute. Der beiliegende Code-Chip überträgt die chargenspezifischen Zielwertbereiche automatisch ins Gerät. Die Streifen sind mehrfach verwendbar und bis zum aufgedruckten Verfallsdatum einsatzbereit – ein wirtschaftliches und zeitsparendes Werkzeug für die tägliche interne Qualitätssicherung gemäß RiliBÄK. Geeignet für alle Einrichtungen, die das cobas h 232 betreiben.
Der CARDIAC IQC prüft ausschließlich die optische Detektoreinheit des cobas h 232 – also ob das Gerät Signale auf dem Teststreifen korrekt erkennt und verarbeitet. Er ersetzt nicht die analytischen Qualitätskontrollen mit humanem Kontrollserum (z. B. Roche CARDIAC POC Troponin T Control oder CARDIAC Control proBNP), die die chemische Messgenauigkeit für den jeweiligen Analyten überprüfen. Beide Kontrollarten ergänzen sich und sind Bestandteil eines vollständigen RiliBÄK-konformen Qualitätssicherungssystems.
Die Kontrolle ist denkbar einfach: Streifen einführen, Ergebnis ablesen, dokumentieren. Es wird kein Probenmaterial benötigt, keine Vorbereitung ist erforderlich.
| Hersteller | Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim |
| Kontrollprinzip | Optische Systemprüfung des cobas h 232 Detektors |
| Kontrollstufen | Low + High (1 Streifen je Stufe) |
| Kompatibilität | Roche cobas h 232 POC-System |
| Kalibrierung | Automatisch via chargenspezifischem Code-Chip |
| Verwendbarkeit | Mehrfach verwendbar – bis zu 6 Monate nach Anbruch bzw. bis Verfallsdatum |
| Durchführungszeit | Unter 1 Minute pro Streifen |
| Lagerung | 2–30 °C, trocken und lichtgeschützt (keine Kühlung erforderlich) |
| Zulassung | CE-IVD |
| REF / PZN / EAN | 04880668190 / 07029225 / 4015630052653 |
Was genau prüft der IQC – und was nicht?
Der CARDIAC IQC überprüft ausschließlich die optische Detektoreinheit des cobas h 232: Er stellt sicher, dass das Gerät Signale auf dem Teststreifen korrekt liest und verarbeitet. Er prüft keine chemische Messgenauigkeit für einzelne Analyten wie Troponin T oder NT-proBNP – dafür sind die separaten analytischen Kontrollseren (z. B. CARDIAC POC Troponin T Control, CARDIAC Control proBNP) zuständig.
In welchem Intervall sollte die IQC-Kontrolle durchgeführt werden?
Empfohlen wird die Durchführung täglich zu Beginn des Betriebs sowie nach jedem Transport des Geräts – beispielsweise nach einem Einsatz im Rettungswagen oder nach einem Standortwechsel. Erschütterungen oder Temperaturschwankungen können die Optik beeinflussen und sollten durch eine IQC-Messung verifiziert werden.
Wie lange sind die Kontrollstreifen nach dem Anbruch verwendbar?
Die Streifen sind nach dem Anbruch bis zu 6 Monate lang einsatzbereit, längstens jedoch bis zum aufgedruckten Verfallsdatum. Voraussetzung ist eine sachgerechte Lagerung: trocken, lichtgeschützt, bei 2–30 °C und vor mechanischer Beschädigung geschützt.
Was ist zu tun, wenn der IQC eine Fehlermeldung anzeigt?
Zunächst die optische Fläche des Streifens auf Verschmutzungen oder Kratzer prüfen und bei Bedarf mit einem weichen, trockenen Tuch reinigen – niemals mit Flüssigkeiten. Danach das Gerät neu starten und die Kontrolle wiederholen. Bleibt der Fehler bestehen, ist der Roche-Kundendienst zu kontaktieren. Solange der Fehler nicht behoben ist, sollten keine Patientenmessungen durchgeführt werden.
Ersetzt der IQC die analytischen Qualitätskontrollen mit Kontrollserum?
Nein. Der IQC und die analytischen Qualitätskontrollen mit humanem Kontrollserum erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich gegenseitig. Für eine vollständige RiliBÄK-konforme Qualitätssicherung sind beide erforderlich.
