Das KERN OCM 162 ist ein inverses biologisches Durchlichtmikroskop für die professionelle Beobachtung von Zell- und Gewebekulturen in Labor, Forschung, medizinischer Diagnostik.. Durch die inverse Bauweise befinden sich die Objektive unterhalb des Objekttisches, sodass Proben direkt in Kulturflaschen, Petrischalen oder Mikrotiterplatten betrachtet werden können, ohne diese öffnen zu müssen. Das Mikroskop arbeitet mit hochwertiger Infinity-Optik und einem trinokularen Siedentopf-Tubus (45° geneigt) mit beidseitigem Dioptrienausgleich.
Das Set umfasst vier Infinity-Plan-Objektive (10x, 20x, 40x und PH 20x) aus fluorhaltigem Glas mit LWD-Ausführung (Long Working Distance) und anti-fungus-Beschichtung. Die integrierte Phasenkontrasteinheit mit dem PH-20x-Objektiv ist besonders relevant für kontrastarme, lebende und ungefärbte Zellpräparate. Die 30W-Halogen-Durchlichtbeleuchtung (Philips) ist stufenlos dimmbar und sorgt für eine warme, naturgetreue Farbwiedergabe. Der Arbeitsabstand von 72 mm am Kondensor ermöglicht die Verwendung höherer Kulturgefäße. Der trinokulare Tubus (0:100 Strahlengang) ermöglicht den Anschluss einer Mikroskopkamera über C-Mount für die digitale Dokumentation. Das Gerät ist CE-zertifiziert und wird mit 36 Monaten Garantie geliefert.
| Produkt | Inverses Durchlichtmikroskop (Zellkulturmikroskop) |
| Modell | KERN OCM 162 |
| Hersteller | KERN & SOHN GmbH |
| EAN / GTIN | 4045761489745 |
| Optisches System | Infinity (unendlich korrigiert) |
| Tubus | Trinokular, Siedentopf, 45° geneigt |
| Strahlengang | 0:100 (Fokus/Kamera) |
| Okulare | HWF 10x / Ø 22 mm (hoher Augenpunkt, anti-fungus) |
| Dioptrienausgleich | Beidseitig, -5 bis +5 |
| Objektive (Standard) | Infinity Plan LWD Fluor: 10x/0,25; 20x/0,45; 40x/0,65; PH 20x/0,45 (alle anti-fungus) |
| Objektivrevolver | 5-fach |
| Vergrößerungsbereich | 100x – 400x (mit 10x Okular) |
| Kondensor | Standard, N.A. 0,3, fix montiert, mit Aperturblende |
| Arbeitsabstand Kondensor | 72 mm |
| Beleuchtung | 30W Halogen (Philips), stufenlos dimmbar, Durchlicht |
| Fokussierung | Koaxialer Grob- und Feintrieb mit Drehmomentregulierung (Feinstellung 0,002 mm) |
| Kontrastverfahren | Hellfeld, Phasenkontrast (Standard); Fluoreszenz (optional) |
| Abmessungen (B x T x H) | 660 x 600 x 335 mm |
| Nettogewicht | ca. 15 kg |
| Zertifizierung | CE-konform |
| Garantie | 36 Monate |
| Lieferumfang | Mikroskop, mechanischer Objekttisch, Objekthalter, Halterungen für Kulturschalen, Staubschutzhaube, Anleitung |
Warum braucht man ein inverses Mikroskop für Zellkulturen?
Bei herkömmlichen (aufrechten) Durchlichtmikroskopen befinden sich die Objektive über dem Tisch. Das reicht nicht aus, um Zellen am Boden einer dicken Kulturflasche oder Mikrotiterplatte zu fokussieren. Beim inversen Mikroskop wie dem KERN OCM 162 befinden sich die Objektive unter dem Objekttisch und schauen von unten nach oben. Dadurch können Zellen direkt im Kulturgefäß beobachtet werden, ohne die Probe zu stören oder zu öffnen.
Was bedeutet Phasenkontrast und warum ist er wichtig?
Lebende, ungefärbte Zellen sind im normalen Hellfeld fast unsichtbar, da sie lichtdurchlässig sind. Der Phasenkontrast nutzt physikalische Unterschiede im Brechungsindex der Zelle, um Kontrast zu erzeugen. Das ermöglicht die Beobachtung lebender Zellen in Echtzeit, ohne dass diese fixiert oder gefärbt werden müssen – das ist schonend für die Probe und unerlässlich für Langzeitbeobachtungen in der Zellbiologie.
Welche Gefäße lassen sich auf dem Objekttisch verwenden?
Der mechanische Objekttisch verfügt über einen Objekthalter und spezielle Halterungen für Kulturschalen. Damit lassen sich typische Gefäße der Zellkultur wie Petrischalen, Kulturflaschen und Mikrotiterplatten (Well-Plates) sicher und präzise positionieren. Der große Arbeitsabstand von 72 mm am Kondensor ermöglicht auch höhere Gefäße.
Kann eine Mikroskopkamera angeschlossen werden?
Ja, das KERN OCM 162 verfügt über einen trinokularen Tubus mit 0:100-Strahlengang-Verteilung. Für den Anschluss einer Mikroskopkamera wird ein passender C-Mount-Adapter benötigt. Über die Kamera können Live-Bilder auf einen Monitor übertragen oder Bilder und Videos für die Dokumentation aufgezeichnet werden.
Was bedeutet LWD bei den Objektiven?
LWD steht für Long Working Distance (großer Arbeitsabstand). Das bedeutet, dass der Abstand zwischen der Frontlinse des Objektivs und der fokussierten Probe größer ist als bei Standardobjektiven. Dies ist bei inversen Mikroskopen unbedingt erforderlich, um durch den Boden von Kulturflaschen oder Plastikschalen hindurch fokussieren zu können.
