Vermehrter Ausfluss, Zwischenblutungen, Brennen beim Wasserlassen: Der Cleartest Chlamydia Schnelltest von Servoprax klärt den Verdacht auf eine Chlamydien-Infektion, solange die Patientin oder der Patient noch in der Praxis ist. Der Kassettentest weist das Antigen von Chlamydia trachomatis qualitativ nach und wird visuell abgelesen. Das lohnt sich, denn unbehandelt kann die Infektion chronisch werden und bei Frauen zur Unfruchtbarkeit, bei Männern zur Zeugungsunfähigkeit führen.
Der Test kommt ohne Inkubator oder Heizblock aus: Die Probe wird im Röhrchen mit zwei Reagenzien extrahiert und direkt auf die Kassette getropft. Geeignet sind der Zervixabstrich bei der Frau sowie Harnröhrenabstrich und Urin beim Mann. Ein positives Ergebnis ermöglicht das Gespräch über Behandlung und Partneruntersuchung noch im selben Termin; die Beurteilung erfolgt immer zusammen mit dem klinischen Bild.
Die 10er-Packung passt zu gynäkologischen und urologischen Facharztpraxen, die den Test gezielt bei Beschwerden einsetzen. Die Kassetten sind einzeln im Folienbeutel verpackt und bei Raumtemperatur lagerfähig, sodass auch bei seltener Nutzung nichts verfällt.
| Analyt | Chlamydia-trachomatis-Antigen |
| Testart | Qualitativer chromatografischer Immunoassay (Testkassette) |
| Probenmaterial | Zervixabstrich (Frau), Harnröhrenabstrich (Mann), Urin (Mann, bevorzugt erster Morgenurin) |
| Ablesezeit | Nach 10 Minuten; nach mehr als 20 Minuten nicht mehr ablesen |
| Sensitivität / Spezifität Zervixabstrich | 88,5 % / 96,7 % (gegen PCR, Herstellerangabe) |
| Sensitivität / Spezifität Harnröhrenabstrich | 78,4 % / 92,9 % (gegen PCR, Herstellerangabe) |
| Sensitivität / Spezifität Urin (Mann) | 90,9 % / über 99 % (gegen PCR, Herstellerangabe) |
| Probenstabilität | Abstriche 4–6 Stunden bei Raumtemperatur oder 24–72 Stunden bei 2–8 °C; Urin bis 24 Stunden bei 2–8 °C |
| Lagerung | 2–30 °C im verschlossenen Folienbeutel, nicht einfrieren |
| Haltbarkeit | Siehe Verpackung |
| Packungsinhalt | 10 Testkassetten, Teströhrchen, Reagenz A, Reagenz B, Röhrchenständer, Tropfspitzen, Pipette, sterile Zervixtupfer, Gebrauchsanweisung |
| Nicht enthalten | Harnröhrentupfer für Männer, Urinbecher, Zentrifugenröhrchen, Kontrollen, Kurzzeitmesser |
| Kennzeichnung | In-vitro-Diagnostikum, CE-gekennzeichnet |
| Anwenderkreis | Professionelle Anwendung in der Facharztpraxis |
| Anbieter | Servoprax GmbH, Wesel |
Urinproben werden vor dem Test verdünnt und zentrifugiert. Maßgeblich ist die Gebrauchsanweisung des Herstellers.
Die Probe muss nicht in einem Heizblock oder Inkubator erwärmt werden. Die Extraktion läuft bei Raumtemperatur im Teströhrchen ab und dauert insgesamt rund 3 Minuten, danach wird direkt aufgetropft.
Ja, mit Harnröhrenabstrich oder Urin. Die passenden Harnröhrentupfer liegen der Packung nicht bei, enthalten sind sterile Zervixtupfer. Für Urin wird eine Zentrifuge benötigt, da die Probe vor dem Test verdünnt und zentrifugiert wird. Vor dem Harnröhrenabstrich sollte der Patient mindestens eine Stunde nicht uriniert haben.
Im Herstellervergleich gegen PCR lag die Sensitivität je nach Probenart zwischen 78,4 % und 90,9 %, die Spezifität zwischen 92,9 % und über 99 %. Ein negatives Schnelltestergebnis schließt eine Infektion daher nicht sicher aus; bei fortbestehendem Verdacht ist ein Nukleinsäuretest im Labor angezeigt.
Ja. Laut Hersteller kann übermäßig viel Blut am Tupfer zu falsch-positiven Ergebnissen führen. Der Abstrich sollte deshalb möglichst blutfrei entnommen werden.
Nein. Der Test weist auch Antigen nicht mehr lebensfähiger Chlamydien nach und ist laut Hersteller nicht geeignet, Erfolg oder Versagen einer Therapie zu belegen.
Mit Chlamydia psittaci und Chlamydia pneumoniae wurde bei sehr hohen Keimzahlen eine Kreuzreaktion beobachtet. Andere geprüfte Keime, darunter Neisseria gonorrhoeae, Gardnerella vaginalis und Candida albicans, ergaben negative Ergebnisse.
Dieses Produkt ist ausschließlich für die Nutzung in der professionellen In‑vitro‑Diagnostik vorgesehen. Die Durchführung und Interpretation des Tests erfolgt durch medizinisches Fachpersonal oder durch eine ärztlich autorisierte Person. Eine Anwendung im häuslichen Umfeld ist nur unter ärztlicher Anleitung zulässig. Eine eigenständige Nutzung durch medizinische Laien ohne fachliche Anleitung ist nicht vorgesehen.
