Die Roche Combur 9 Urinteststreifen in der 100-Stück-Packung sind die wirtschaftliche Standardwahl für alle Einrichtungen mit täglichem Testbedarf. Praxen, Labore, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die den Urinstatus regelmäßig durchführen, profitieren von einem deutlich günstigeren Stückpreis gegenüber der 50er-Packung – bei identischer Qualität, Technologie und Lagervoraussetzungen.
Neun diagnostisch relevante Parameter auf einem Streifen decken das gesamte Spektrum der routinemäßigen Urindiagnostik ab: Leukozyten und Nitrit für die Infektionsdiagnostik, Glukose und Keton für die Stoffwechselkontrolle, Protein für die Nierenfunktion, Urobilinogen und Bilirubin für die Leberdiagnostik sowie pH und Blut als übergreifende Basisparameter. Das Ergebnis liegt in unter zwei Minuten vor – ohne Analysegerät, direkt am Point-of-Care.
Der dreischichtige Aufbau mit klebstofffreier Nylonnetz-Fixierung verhindert das Ineinanderlaufen von Reagenzien benachbarter Felder, sorgt für eine gleichmäßige Probenverteilung und erzeugt homogene, klar ablesbare Farbreaktionen. Die Jodat-imprägnierte Netzschicht übernimmt gleichzeitig die Vitamin-C-Entstörung. Der einzige Unterschied zu Combur 10: Das spezifische Gewicht (Urindichte) ist nur in Combur 10 enthalten. Wer diesen Parameter nicht benötigt, erhält mit Combur 9 – besonders in der 100er-Packung – die gleichwertige und günstigere Alternative.
| Produktname | Roche Combur 9 – 100 Teststreifen |
| Produkttyp | Urinteststreifen zur visuellen Auswertung |
| Hersteller | Roche Diagnostics (Mannheim, Deutschland) |
| Zweckbestimmung | Semiquantitative Bestimmung von neun Urinparametern |
| Parameter (9) | LEU, NIT, GLU, PRO, pH, KET, UBG, BIL, BLD |
| Vitamin-C-Entstörung | Ja – Jodat-imprägnierte Netzschicht |
| Aufbau | Dreischichtig: Trägerfolie, Reagenzfelder, Nylonnetz (klebstofffrei) |
| Reaktionszeit | 60–120 Sekunden (parameterabhängig) |
| Auswertung | Visuell anhand Farbskala am Röhrchen |
| Packungsgröße | 100 Teststreifen |
| Lagerung | 15–30 °C, trocken, lichtgeschützt |
| Haltbarkeit | Siehe Verpackung |
| CE-Kennzeichnung | CE 0123 |
| Konformität | IVD-Richtlinie 98/79/EG |
| Kürzel | Parameter | Was ein auffälliger Wert bedeuten kann |
|---|---|---|
| LEU | Leukozyten (weiße Blutkörperchen) | Hinweis auf Entzündung in den Harnwegen – häufigster Marker bei Blasen- oder Nierenbeckenentzündung |
| NIT | Nitrit | Im gesunden Urin nicht vorhanden. Ein positiver Wert zeigt Bakterien in den Harnwegen an. Ein negativer Wert schließt eine Infektion nicht sicher aus. |
| GLU | Glukose (Zucker) | Im gesunden Urin nicht nachweisbar. Erhöhte Werte können auf Diabetes mellitus hinweisen – auch in der Schwangerschaft oder bei bestimmten Nierenerkrankungen möglich. |
| PRO | Protein (Eiweiß) | Dauerhaft erhöhte Werte können auf eine Nierenerkrankung hinweisen. Vorübergehend erhöht nach starker körperlicher Belastung, bei Fieber oder in der Schwangerschaft – in diesen Fällen meist nicht krankhaft. |
| pH | pH-Wert | Zeigt, ob der Urin sauer oder basisch ist. Anhaltend basischer Urin kann auf eine Harnwegsinfektion mit harnstoffspaltenden Bakterien oder auf bestimmte Nierenerkrankungen hinweisen. |
| KET | Keton | Ketone entstehen, wenn der Körper Fett statt Zucker als Energiequelle nutzt – z. B. beim Fasten, bei kohlenhydratarmer Ernährung oder bei schlecht eingestelltem Diabetes. Stark erhöhte Werte zusammen mit hohem Blutzucker können auf eine gefährliche Stoffwechselentgleisung hinweisen und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden. |
| UBG | Urobilinogen | Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs. Leicht erhöhte Werte können normal sein. Deutlich erhöhte Werte können auf eine Lebererkrankung oder einen gesteigerten Abbau roter Blutkörperchen hinweisen. |
| BIL | Bilirubin | Im gesunden Urin nicht nachweisbar. Jeder positive Befund – auch sehr schwache Rosafärbung – ist ein Hinweis auf eine Leber- oder Gallenwegsstörung und sollte ärztlich abgeklärt werden. |
| BLD | Blut (Erythrozyten/Hämoglobin) | Kann auf Verletzung, Entzündung oder andere Erkrankungen der Harnwege hinweisen. Das Testfeld erkennt auch Mikrohämaturien, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Jeder positive Befund sollte ärztlich abgeklärt werden. |
Hinweis: Morgenurin ist für den Nitrit-Nachweis besonders geeignet, da Bakterien mindestens vier Stunden in der Blase verweilen müssen, um nachweisbar Nitrit zu bilden. Teststreifen für Einmalgebrauch.
Die 100er-Packung ist für alle Einrichtungen mit täglichem oder regelmäßigem Testbedarf die wirtschaftlichere Wahl. Der Stückpreis sinkt gegenüber der 50er-Packung spürbar. Bei korrekter Lagerung – verschlossen bei 15–30 °C, trocken und lichtgeschützt, Röhrchen nach jeder Entnahme sofort wieder fest verschlossen – ist die 100er-Packung für den Dauerbetrieb problemlos geeignet.
Der einzige Unterschied ist das spezifische Gewicht (Urindichte), das ausschließlich Combur 10 erfasst. Dieser Parameter gibt Auskunft darüber, wie konzentriert der Urin ist, und ist relevant bei Fragestellungen zur Nierenfunktion, bei Verdünnungseffekten durch viel Trinken oder bei der Beurteilung von Entwässerungstherapien. Wer diesen Wert nicht benötigt, erhält mit Combur 9 – insbesondere in der 100er-Packung – ein gleichwertiges System zu einem günstigeren Stückpreis.
Bei rund 20 % aller Urinproben liegen klinisch relevante Vitamin-C-Konzentrationen vor. Hohe Vitamin-C-Mengen können die Farbreaktion der Blut- und Glukose-Testfelder blockieren und ein fälschlich negatives Ergebnis erzeugen – im schlimmsten Fall bleibt Blut im Urin oder ein erhöhter Blutzucker unentdeckt. Die Jodat-imprägnierte Netzschicht von Combur 9 oxidiert Vitamin C vor der eigentlichen Farbreaktion und neutralisiert seinen störenden Einfluss zuverlässig.
Ketone entstehen, wenn der Körper Fett statt Zucker als Energiequelle nutzt. Das passiert physiologisch beim Fasten, bei kohlenhydratarmer Ernährung oder nach intensivem Sport – in diesen Fällen sind leicht erhöhte Werte nicht bedenklich. Bei Diabetikern ist ein positiver Keton-Befund jedoch ein wichtiges Warnsignal: Treten Ketone zusammen mit stark erhöhtem Blutzucker auf, kann das auf eine diabetische Ketoazidose hinweisen – eine medizinische Notfallsituation mit sofortigem Handlungsbedarf. Das Keton-Testfeld von Combur 9 arbeitet qualitativ; für eine präzise Quantifizierung ist ein spezieller Blut-Ketontest aussagekräftiger.
Nicht alle Bakterien, die Harnwegsinfektionen verursachen, bilden Nitrit. Erreger wie Staphylokokken, Enterokokken oder Pseudomonaden produzieren kein oder kaum Nitrit – der Test fällt dann negativ aus, obwohl eine Infektion vorliegt. Außerdem benötigen Bakterien mindestens vier Stunden Blasenverweilzeit, um messbar Nitrit zu bilden. Bei stark verdünntem Urin oder laufender Antibiotikatherapie kann das Ergebnis ebenfalls negativ sein. Das Nitrit-Feld muss deshalb immer zusammen mit dem Leukozyten-Befund und der klinischen Symptomatik bewertet werden.
Die häufigsten Fehlerquellen sind: eine Urinprobe, die länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur gestanden hat; Proben direkt aus dem Kühlschrank ohne Temperaturausgleich; zu langes oder zu kurzes Eintauchen des Streifens; Ablesen außerhalb des 60-bis-120-Sekunden-Fensters; schlechte Beleuchtung beim Farbvergleich; sowie Rückstände stark oxidierender Desinfektionsmittel im Probengefäß, die zu falsch positiven Blut- und Glukose-Ergebnissen führen können. Für die Probenentnahme sollten immer sterile Einwegbehälter verwendet werden. Bei unklaren Ergebnissen immer mit einer frischen Probe wiederholen.
Ja. Der Einsatz von Urinteststreifen in der patientennahen Sofortdiagnostik (POCT) unterliegt den Qualitätssicherungsanforderungen der Richtlinie der Bundesärztekammer (RiliBÄK). Regelmäßige interne Qualitätskontrollen mit geeignetem Kontrollmaterial – z. B. Kova Liqua-Trol – müssen durchgeführt und dokumentiert werden. Das Kontrollmaterial wird in den Urin eingetaucht – ein Auftropfen oder Pipettieren direkt auf den Teststreifen ist nicht zulässig und führt zu falschen Ergebnissen.
(Nur zur Nutzung in der professionellen In-vitro-Diagnostik vorgesehen. Nur für medizinisches Fachpersonal oder vom Arzt autorisierte Personen zu verwenden.)
Dieses Produkt ist ausschließlich für die Nutzung in der professionellen In‑vitro‑Diagnostik vorgesehen. Die Durchführung und Interpretation des Tests erfolgt durch medizinisches Fachpersonal oder durch eine ärztlich autorisierte Person. Eine Anwendung im häuslichen Umfeld ist nur unter ärztlicher Anleitung zulässig. Eine eigenständige Nutzung durch medizinische Laien ohne fachliche Anleitung ist nicht vorgesehen.
