Der Warm-Kalt-Stick von Zellamed ist ein kompaktes Prüfinstrument zur Beurteilungdes Temperaturempfindens – ein Standardtest in der Diagnostik der diabetischenPolyneuropathie und des diabetischen Fußsyndroms. Das Funktionsprinzip beruhtauf unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten: Eine Stirnfläche besteht aus Kunststoff,die andere aus Metall. Kunststoff wird bei Raumtemperatur als relativ warm, Metallals kalt empfunden – ganz ohne Batterien, Kühlung oder Vorbereitung.
Für den Test werden beide Stirnflächen abwechselnd und in unregelmäßiger Folgeauf definierte Hautareale aufgesetzt – z. B. auf den Fußrücken beimDiabetes-Fuß-Screening – und der Patient wird nach seiner Empfindung befragt.Kann der Patient den Unterschied zwischen warm und kalt nicht zuverlässigbenennen, ist das ein Hinweis auf eine gestörte Thermorezeption im Rahmeneiner peripheren Neuropathie. Das Instrument ist Teil des Standardrepertoiresneben Stimmgabel und Monofilament.
| Funktion | Prüfung des Temperaturempfindens (Thermoästhesie) |
| Funktionsprinzip | Unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit von Kunststoff (warm) und Metall (kalt) |
| Stirnflächen | 2, kreisförmig |
| Stromversorgung | Keine – batterielos |
| Anwendung | Mehrwegprodukt |
| Indikation | Diabetische Neuropathie, diabetischer Fuß, Polyneuropathie |
| Hersteller | Zellamed |
| Haltbarkeit | Siehe Verpackung |
Das Funktionsprinzip beruht allein auf den unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeitender verwendeten Materialien. Metall leitet Wärme deutlich schneller ab alsKunststoff – dadurch fühlt sich die Metallfläche bei Raumtemperatur kälteran, obwohl beide Flächen dieselbe Temperatur haben. Dieser physikalischeEffekt ist bei Raumtemperaturen bis ca. 23 °C zuverlässig reproduzierbar.
Der Kalt-Warm-Test ist fester Bestandteil der Neuropathiediagnostik –insbesondere beim diabetischen Fußsyndrom, wo die Temperaturdiskriminationregelmäßig geprüft wird. Darüber hinaus kommt er bei allen Formen periphererPolyneuropathie zum Einsatz, z. B. durch Alkohol, Toxine oder andereGrunderkrankungen sowie bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose.
Kann der Patient warm und kalt nicht zuverlässig unterscheiden, gilt dies alsHinweis auf eine gestörte Thermorezeption – ein mögliches Zeichen einersensiblen Neuropathie. Das Ergebnis ist immer im klinischen Kontext zuinterpretieren und durch weitere Tests (Stimmgabel, Monofilament, Reflexprüfung)zu ergänzen. Eine alleinige Diagnose auf Basis des Kalt-Warm-Tests ist nichtausreichend.
Die Standarddiagnostik des diabetischen Fußes umfasst neben dem Kalt-Warm-Testden Stimmgabeltest nach Rydel-Seiffer (Vibrationsempfinden), das Monofilament(Druckempfinden / Schutzempfindung) sowie den Pinprick-Test (Schmerzempfinden).Alle vier Tests zusammen ermöglichen eine differenzierte Beurteilung derverschiedenen sensiblen Nervenfaserqualitäten.
Ja. Als Mehrwegprodukt ist der Warm-Kalt-Stick zur Wischdesinfektionmit handelsüblichen Flächendesinfektionsmitteln geeignet. Direkte Patientenkontakt-flächen sollten nach jeder Anwendung desinfiziert werden, um Kreuzkontaminationenzu vermeiden.
