Der Nadelhalter mit Schere nach Olsen-Hegar von Zepf Medical Instruments in der Standardausführung ohne Hartmetalleinlage vereint zwei Funktionen in einem Instrument: das sichere Halten der Nähnadel und das direkte Durchtrennen des Fadens. Mit 14 cm Gesamtlänge ist diese Ausführung besonders kompakt und eignet sich für Eingriffe, bei denen auf engem Raum effizient gearbeitet werden muss. Die integrierte Scherenfläche hinter dem Maul macht den Instrumentenwechsel überflüssig und beschleunigt den Nahtvorgang erheblich.
Der Nadelhalter nach Olsen-Hegar ergänzt das Design des Gynäkologen Alfred Hegar (1830–1914) um eine entscheidende Funktion: Hinter dem Haltemaul ist eine Scherenfläche integriert, mit der der Faden unmittelbar nach dem Setzen der Naht durchtrennt werden kann. Der Operateur muss weder das Instrument ablegen noch zu einer separaten Schere greifen.
Diese Kombination macht den Olsen-Hegar besonders wertvoll für Eingriffe ohne Assistenz oder bei Eingriffen mit hohem Zeitdruck. Der schlanke Kopf mit kurzem Maul erleichtert zudem das Setzen von Ligaturen in tieferliegenden Operationsbereichen. Im Gegensatz zum Mayo-Hegar, der als reiner Nadelhalter ohne Scherenfunktion konzipiert ist, fasst der Olsen-Hegar zwei Arbeitsschritte in einem Handgriff zusammen.
Bei dieser Ausführung besteht die kreuzverzahnte Backenstruktur vollständig aus gehärtetem Instrumentenstahl. Auf eine Hartmetalleinlage wurde bewusst verzichtet. Für Routineeingriffe mit praxisüblichen Nadelgrößen und moderater Belastung ist die Standardausführung wirtschaftlich und funktional ausreichend. Bei intensivem Einsatz großer, widerstandsfähiger Nadeln oder bei sehr hohem Operationsaufkommen empfiehlt sich die Hartmetallvariante, da die Backen dort länger formstabil bleiben.
Als Werkstoff dient martensitischer Instrumenten-Edelstahl – 1.4021 (X20Cr13) bzw. 1.4028 (X30Cr13) nach DIN EN 10088. Diese härtbaren, korrosionsbeständigen Stähle sind der etablierte Standard für chirurgische Instrumente: Der Kohlenstoffanteil verleiht die notwendige Härte, der Chromgehalt von 13–14 % gewährleistet Korrosionsbeständigkeit auch nach zahllosen Aufbereitungszyklen.
Die Oberflächenveredelung erfolgt bei Zepf durchgehend durch Elektropolieren. Rasten, Sperren und Durchsteckschlüsse werden elektrochemisch geglättet und passiviert, was die Korrosionsbeständigkeit steigert und Ablagerungen erschwert. Sämtliche Stiftverbindungen werden bei Zepf per Laser verschweißt – ausnahmslos.
Alle Instrumente von Zepf Medical Instruments sind nach der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) – Verordnung (EU) 2017/745, Anhang IX Kapitel I – sowie nach ISO 13485:2021 zertifiziert. Die vollständige Rückverfolgbarkeit vom fertigen Instrument bis zur Stahlschmelze ist gewährleistet. Alle Produkte tragen die CE-Kennzeichnung; Produkte der Klasse > I zusätzlich mit der Nummer der Benannten Stelle. Zepf Medical Instruments ist zudem bei der US-Behörde FDA registriert.
| Merkmal | Ausprägung |
|---|---|
| Bezeichnung | Nadelhalter mit Schere nach Olsen-Hegar (Standardbacken) |
| Länge | 14 cm |
| Griffform | Brillengriff |
| Maulart | Kreuzverzahnt |
| Backenbelag | Standard (Instrumentenstahl, ohne Hartmetall) |
| Scherenfunktion | Integrierte Scherenfläche hinter dem Maul |
| Material | Martensitischer Instrumenten-Edelstahl 1.4021 / 1.4028 |
| Materialnorm | DIN EN 10088 |
| Oberfläche | Elektropoliert |
| Scharnier | Durchsteckschluss, doppelt |
| Sperre | Rastende Arretierung |
| Hersteller | Zepf Medical Instruments GmbH |
| Herstellungsland | Deutschland |
| MDR-Zertifizierung | Verordnung (EU) 2017/745, Anhang IX Kapitel I |
| Qualitätsmanagement | ISO 13485:2021 |
| CE-Kennzeichnung | Ja (CE + Benannte Stelle) |
