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Blutleeremanschetten

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Blutsperre-Systeme von VBM: Blutleere-Manschetten & Tourniquet-Geräte

Pneumatische Tourniquets und Blutleere-Manschetten von VBM Medizintechnik ermöglichen ein zuverlässig blutleeres Operationsfeld – bei minimal möglichem Manschettendruck. [...]

Pneumatische Tourniquets und Blutleere-Manschetten von VBM Medizintechnik ermöglichen ein zuverlässig blutleeres Operationsfeld – bei minimal möglichem Manschettendruck. In unserem Sortiment finden Sie autoklavierbare Silikon-Manschetten, anatomisch besser angepasste konische Manschetten, waschbare Stoffmanschetten (Wipe Cuff) sowie sterile Einmal-Produkte wie Tourniquet Drapes und Schutzhüllen. Ergänzend führen wir die passenden Geräte vom elektrischen Blutsperrgerät Tourniquet Touch TT20 bis zum Handgebläse mit Manometer, dazu Zubehör wie Schnellverschlusskupplungen, Bremskeile und farbkodierte Maßbänder. Alles für OP-Saal, Notaufnahme und Praxis – geprüfte Originalqualität vom Hersteller.

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Kaufberatung: Die richtige Blutleere-Manschette wählen

Nicht jede Manschette eignet sich für jede Extremität und jeden Eingriff. Vier Kriterien entscheiden über sichere Blutleere und Patientenschonung:

  • Form: Zylindrische Standard-Manschetten passen zu zylindrischen Extremitäten. Konische Manschetten sind anatomisch besser angepasst – besonders bei sehr muskulösen oder adipösen Patienten. Sie übertragen den Druck bereits bei niedrigeren Werten besser auf das Tiefengewebe und vermindern das Risiko mechanischer Scherkräfte.
  • Breite: Breite Manschetten benötigen niedrigere Drücke für eine sichere Blockung – wählen Sie daher die breitestmögliche Manschette.
  • Länge: Die maximale Überlappung sollte ¼ bis ⅓ der Manschettenlänge nicht überschreiten. Zur Größenbestimmung dient das farbkodierte VBM-Maßband.
  • Einfach oder Doppel: Bei Allgemein-, Spinal- oder Plexus-Anästhesie genügt eine Einfachmanschette. Für die intravenöse Regionalanästhesie (IVRA / Bier's Block) wird eine Doppelmanschette benötigt, deren Blasen separat be- und entlüftbar sind.

Produktübersicht: Manschetten & Geräte im Vergleich

Produktgruppe Ausführung Nutzen für den Anwender
Silikon-Einfachmanschette (Komprimeter) Mit Schnellverschlusskupplung; zylindrisch oder konisch, Arm & Bein, mehrere Längen/Breiten Autoklavierbar bei 134 °C – hygienisch sichere Wiederwendung, hohe Wirtschaftlichkeit
Silikon-Doppelmanschette Zwei getrennt be-/entlüftbare Blasen, Arm- und Bein-Ausführungen Für IVRA (Bier's Block): Belüftungswechsel erhöht Sicherheit und Patientenkomfort bei längeren Eingriffen
Stoff-Tourniquet „Wipe Cuff" Waschbare Stoffmanschette, als Einfach- und Doppelmanschette, Arm & Bein inkl. extralanger konischer Varianten Robuste, pflegeleichte Alternative für den Routinebetrieb
Silikon-Rollmanschette Farbkodiert in mehreren Größen (z. B. Gr. 2 hellblau bis Gr. 6 blau) Einfache, schnelle Blutentleerung – z. B. bei Varizenchirurgie, kombiniert mit Handgebläse und Manometer
Einmal-Produkte Tourniquet Drapes, Einmal-Schutzhüllen für Blutleere-Manschetten (rein/steril, klein/mittel/groß) Schützen wiederverwendbare Manschetten vor Kontamination und die Haut vor Feuchtigkeit unter der Manschette
Tourniquet Touch TT20 (Gerät) Elektrisches Blutsperrgerät mit 2 Manschettenkanälen; passendes Stativ mit Korb erhältlich Präzise Druckregelung, automatisches akustisches und visuelles Warnsignal alle 30 Minuten
Handmanometer / Handgebläse Komprimeter-Handmanometer 600 mmHg; Handgebläse 200 mmHg für Rollmanschetten Kompakte, druckkontrollierte Lösung für mobile Anwendungen und die Praxis

Nicht aufgeführte Varianten (z. B. bestimmte Längen, konische Arm- und Bein-Ausführungen sowie Verlängerungsschläuche, Verschlusskappen und Bremskeile) finden Sie im Produktlisting oben.

VBM Blutleere-Manschetten in verschiedenen Größen mit Verbindungsschläuchen und Schnellverschlusskupplungen

Blutleere-Manschetten von VBM in verschiedenen Größen – passend für Arm und Bein, mit Schnellverschlusskupplung und Verbindungsschlauch.

Welche Ausführung passt zu wem?

  • Muskulöse oder adipöse Patienten: konische Manschette – anatomisch besser angepasst, weniger Scherkräfte, Blockung bei geringeren Drücken.
  • Schlanke, zylindrische Extremitäten: zylindrische Standard-Manschette mit korrekter Überlappung (max. ¼–⅓ der Länge).
  • Steriler Eingriff / Manschette nah am OP-Feld: sterile Einmal-Tourniquet-Drapes oder sterile Einmal-Manschetten, kombiniert mit Einmal-Schutzhülle.
  • Hohe OP-Frequenz, zentrale Aufbereitung: autoklavierbare Silikon-Manschetten (134 °C) bzw. waschbare Wipe-Cuffs.
  • Intravenöse Regionalanästhesie: Doppelmanschette – nach Applikation des Lokalanästhetikums Belüftung von proximaler auf distale Blase wechseln.
  • Klinikstandard mit Zeitmanagement: elektrisches Tourniquet Touch TT20 mit Zwei-Kanal-Betrieb, Stativ und 30-Minuten-Warnsignal.

Fachlicher Hintergrund: Manschettendruck, Zeitlimit und Komplikationsprävention

Der erforderliche Manschettendruck hängt u. a. vom systolischen Blutdruck, dem Extremitätenumfang, dem Gewebe- und Gefäßzustand sowie vom Manschettendesign ab. In der Literatur wird für die oberen Extremitäten ein Druck von 75–100 mmHg über dem präoperativen systolischen Blutdruck als ausreichend beschrieben; für die unteren Extremitäten der zweifache Wert des systolischen Blutdrucks (Einfachmanschetten). Reicht der gewählte Druck nicht aus, ist er schrittweise (in 25-mmHg-Schritten) zu erhöhen. Bei Doppelmanschetten sind wegen der schmaleren Blasen meist höhere Drücke notwendig.

Zur Zeitbegrenzung herrscht weitgehend Einvernehmen, dass die Blockungsdauer bei einem einigermaßen gesunden Patienten 120 Minuten nicht überschreiten sollte, ohne die Manschette kurzzeitig zu entlüften. Empfohlen wird eine Reperfusionsdauer von 10–15 Minuten für die erste und 15–20 Minuten für jede weitere Reperfusion. Die abschließende Entlüftung sollte erst nach dem Vernähen der Wunde erfolgen, da eine frühere Entlüftung mit größerem Blutverlust verbunden ist. Bekannte Komplikationen wie Nervenschäden, Hautläsionen oder das Post-Tourniquet-Syndrom lassen sich durch passende, möglichst breite Manschetten, korrekte Positionierung an muskelreichen Extremitätenabschnitten, Unterpolsterung und den geringstmöglichen Blockungsdruck minimieren.

Historisch reicht die Anwendung von Tourniquets im Operationssaal bis ins Jahr 1873 zurück, als Esmarch die Blutleere mittels Gummibandage beschrieb; die erste chirurgische Anwendung pneumatischer Tourniquets wird Harvey Cushing (1904) zugeschrieben. VBM stellte 1982 als zweites Produkt der Firmengeschichte ein Blutsperregerät vor und verfügt heute über eine 40-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Blutsperregeräten und dem entsprechenden Zubehör.

Wissensvertiefung: Studien und Leitlinien zu Tourniquets und Blutsperre

Für Fachpersonal, das seine Kenntnisse zu Blutsperre-Manschetten vertiefen möchte, hat VBM Medizintechnik eine kommentierte Bibliografie zusammengestellt. Eine Auswahl relevanter Veröffentlichungen:

  • McMillan et al., „Current concepts in tourniquet uses" (Surgery, 2020): Übersichtsarbeit zu Indikationen, relativen Kontraindikationen, Cuff-Auswahl und Cuffdruck – basierend auf der AORN-Empfehlung. Die Entscheidung für oder gegen ein Tourniquet muss stets patientenspezifisch durch den Operateur getroffen werden.
  • Kumar et al., „Tourniquet application during anesthesia" (J. Anaesthesiol. Clin. Pharmacology, 2016): Umfassende Wissensbasis zum klinischen Tourniquet-Einsatz inklusive Cuffdrücken, Extremitätenverschlussdruck (LOP) sowie lokalen und systemischen Komplikationen. Absolute Kontraindikationen existieren nicht – es gelten relative Kontraindikationen.
  • Tuncali et al. (Acta Orthop Traumatol Turc, 2018): Randomisierte Doppelblindstudie bei Knieendoprothetik (93 Patienten): Der auf der Abschätzung des arteriellen Verschlussdrucks basierende Cuffdruck war vergleichbar mit der LOP-Bestimmung, war jedoch niedriger und schneller einzustellen.
  • Zeng et al. (Int. J. Sports Physiology and Performance, 2019): Vergleich von Doppler-Sonografie und Pulsoximetrie zur LOP-Bestimmung – Pulsoximetrie an der oberen Extremität einigermaßen genau, an der unteren Extremität eher ungeeignet.
  • Leitlinien: AORN „Guidelines for Perioperative Practice: Pneumatic Tourniquet" (überarbeitete Fassung 2020) und AST „Guidelines for Best Practices for Safe Use of Pneumatic Tourniquets" (2018) bieten perioperativen Teams evidenzbasierte Empfehlungen zur sicheren Anwendung pneumatischer Tourniquets.

Mehr Informationen zum Hersteller und zum vollständigen Produktprogramm finden Sie auf der offiziellen VBM-Homepage. Die kommentierte Bibliografie mit weiteren Referenzen erhalten Sie direkt vom VBM-Team.

Passende Produkte aus unserem Shop

Zur kompletten Blutleere-Ausrüstung empfehlen wir zusätzlich: die Esmarch-Staubinde (6 cm × 5 m, blau) zur Blutentleerung vor Belüften der Manschette, das farbkodierte VBM-Maßband zur Größenbestimmung, Schnellverschlusskupplungen aus Metall oder Kunststoff sowie O-Ringe und Verschlusskappen als Verschleißteile.

Häufige Fragen zu Blutsperre-Manschetten und Tourniquets

Wann sollte eine konische Blutleere-Manschette verwendet werden?

Konische Manschetten sind für konisch geformte Extremitäten gedacht, wie sie vor allem bei sehr muskulösen oder adipösen Patienten vorkommen. Da sie anatomisch besser angepasst sind, übertragen sie den Druck bereits bei niedrigeren Werten besser auf das Tiefengewebe und vermindern das Risiko mechanischer Scherkräfte. Mit ihnen kann in der Regel mit geringeren Drücken gearbeitet werden als mit zylindrischen Manschetten.

Wie wird der richtige Manschettendruck bestimmt?

Wichtigstes Kriterium ist der präoperative systolische Blutdruck des Patienten. Für die oberen Extremitäten wird in der Literatur ein Druck von 75–100 mmHg über dem systolischen Wert als ausreichend beschrieben, für die unteren Extremitäten der zweifache Wert des systolischen Blutdrucks. Der Druck muss individuell an Faktoren wie Umfang und Zustand der Extremität sowie an das Manschettendesign angepasst werden.

Was ist der Unterschied zwischen Einfach- und Doppelmanschette?

Eine Einfachmanschette besitzt eine Blase und genügt für die meisten Eingriffe unter Allgemein-, Spinal- oder Plexus-Anästhesie. Eine Doppelmanschette besitzt zwei getrennt be- und entlüftbare Blasen und wird für die intravenöse Regionalanästhesie (IVRA, Bier's Block) eingesetzt. Nach Verabreichung des Lokalanästhetikums wird die Belüftung von der proximalen auf die distale Blase gewechselt, wodurch schmerzbedingte Komplikationen an der belüfteten Manschette vermieden werden.

Sind die Silikon-Blutleere-Manschetten von VBM autoklavierbar?

Ja, die wiederverwendbaren VBM Silikon-Manschetten können bei 134 °C im Autoklaven sterilisiert werden. Sie sind damit für sterile Anwendungen geeignet. Einmal-Produkte wie Tourniquet Drapes und Einmal-Manschetten dürfen dagegen nicht resterilisiert oder wiederverwendet werden.

Wie lange darf eine Blutsperre angewendet werden?

Bei einem einigermaßen gesunden Patienten sollte die Blockungsdauer 120 Minuten nicht überschreiten, ohne die Manschette kurzzeitig zu entlüften. Eine Reperfusion von 10–15 Minuten für die erste und 15–20 Minuten für jede weitere Reperfusion wird empfohlen. Die digitalen VBM Tourniquets signalisieren nach Operationsbeginn alle 30 Minuten akustisch und visuell die verstrichene Zeit.

Gibt es Kontraindikationen für pneumatische Tourniquets?

Mögliche Kontraindikationen sind nach Herstellerangaben unter anderem offene Beinfrakturen, schwere Quetschverletzungen, beeinträchtigter Kreislauf (z. B. periphere arterielle Verschlusskrankheit) und Diabetes mellitus. Die Liste ist nicht abschließend; ob ein Tourniquet eingesetzt werden darf, entscheidet die behandelnde Fachperson im Rahmen der präoperativen Untersuchung.

Warum sollte die Manschette unterpolstert werden?

Eine Unterpolsterung kann helfen, Faltenbildung, Einklemmen und auf das weiche Gewebe wirkende Scherkräfte zu verringern. Zu dickes Polstermaterial ist zu vermeiden, da sonst ein höherer Druck erforderlich wird, um eine sichere Blockung zu erreichen.

CLS Medizintechnik – Ihr Fachhandel für Blutleere-Systeme

CLS Medizintechnik beliefert landesweit Arztpraxen, Kliniken, OP-Zentren und chirurgische Abteilungen mit Blutsperre-Systemen von VBM Medizintechnik GmbH – vom Einmal-Produkt bis zum elektrischen Tourniquet-Gerät. Sie profitieren von persönlicher Fachberatung, fairen Preisen und zuverlässiger Lieferung.

Der Einsatz der vorgestellten Produkte ist medizinischem Fachpersonal vorbehalten. Alle Angaben dienen der Produktberatung und stellen kein Heilversprechen dar. Maßgeblich für die Anwendung sind ausschließlich die Gebrauchsanweisung und die Angaben des Herstellers.