Dazu gibt es 34 Produkte.
Pneumatische Tourniquets und Blutleere-Manschetten von VBM Medizintechnik ermöglichen ein zuverlässig blutleeres Operationsfeld – bei minimal möglichem Manschettendruck. [...]
Pneumatische Tourniquets und Blutleere-Manschetten von VBM Medizintechnik ermöglichen ein zuverlässig blutleeres Operationsfeld – bei minimal möglichem Manschettendruck. In unserem Sortiment finden Sie autoklavierbare Silikon-Manschetten, anatomisch besser angepasste konische Manschetten, waschbare Stoffmanschetten (Wipe Cuff) sowie sterile Einmal-Produkte wie Tourniquet Drapes und Schutzhüllen. Ergänzend führen wir die passenden Geräte vom elektrischen Blutsperrgerät Tourniquet Touch TT20 bis zum Handgebläse mit Manometer, dazu Zubehör wie Schnellverschlusskupplungen, Bremskeile und farbkodierte Maßbänder. Alles für OP-Saal, Notaufnahme und Praxis – geprüfte Originalqualität vom Hersteller.
Nicht jede Manschette eignet sich für jede Extremität und jeden Eingriff. Vier Kriterien entscheiden über sichere Blutleere und Patientenschonung:
| Produktgruppe | Ausführung | Nutzen für den Anwender |
|---|---|---|
| Silikon-Einfachmanschette (Komprimeter) | Mit Schnellverschlusskupplung; zylindrisch oder konisch, Arm & Bein, mehrere Längen/Breiten | Autoklavierbar bei 134 °C – hygienisch sichere Wiederwendung, hohe Wirtschaftlichkeit |
| Silikon-Doppelmanschette | Zwei getrennt be-/entlüftbare Blasen, Arm- und Bein-Ausführungen | Für IVRA (Bier's Block): Belüftungswechsel erhöht Sicherheit und Patientenkomfort bei längeren Eingriffen |
| Stoff-Tourniquet „Wipe Cuff" | Waschbare Stoffmanschette, als Einfach- und Doppelmanschette, Arm & Bein inkl. extralanger konischer Varianten | Robuste, pflegeleichte Alternative für den Routinebetrieb |
| Silikon-Rollmanschette | Farbkodiert in mehreren Größen (z. B. Gr. 2 hellblau bis Gr. 6 blau) | Einfache, schnelle Blutentleerung – z. B. bei Varizenchirurgie, kombiniert mit Handgebläse und Manometer |
| Einmal-Produkte | Tourniquet Drapes, Einmal-Schutzhüllen für Blutleere-Manschetten (rein/steril, klein/mittel/groß) | Schützen wiederverwendbare Manschetten vor Kontamination und die Haut vor Feuchtigkeit unter der Manschette |
| Tourniquet Touch TT20 (Gerät) | Elektrisches Blutsperrgerät mit 2 Manschettenkanälen; passendes Stativ mit Korb erhältlich | Präzise Druckregelung, automatisches akustisches und visuelles Warnsignal alle 30 Minuten |
| Handmanometer / Handgebläse | Komprimeter-Handmanometer 600 mmHg; Handgebläse 200 mmHg für Rollmanschetten | Kompakte, druckkontrollierte Lösung für mobile Anwendungen und die Praxis |
Nicht aufgeführte Varianten (z. B. bestimmte Längen, konische Arm- und Bein-Ausführungen sowie Verlängerungsschläuche, Verschlusskappen und Bremskeile) finden Sie im Produktlisting oben.
Blutleere-Manschetten von VBM in verschiedenen Größen – passend für Arm und Bein, mit Schnellverschlusskupplung und Verbindungsschlauch.
Der erforderliche Manschettendruck hängt u. a. vom systolischen Blutdruck, dem Extremitätenumfang, dem Gewebe- und Gefäßzustand sowie vom Manschettendesign ab. In der Literatur wird für die oberen Extremitäten ein Druck von 75–100 mmHg über dem präoperativen systolischen Blutdruck als ausreichend beschrieben; für die unteren Extremitäten der zweifache Wert des systolischen Blutdrucks (Einfachmanschetten). Reicht der gewählte Druck nicht aus, ist er schrittweise (in 25-mmHg-Schritten) zu erhöhen. Bei Doppelmanschetten sind wegen der schmaleren Blasen meist höhere Drücke notwendig.
Zur Zeitbegrenzung herrscht weitgehend Einvernehmen, dass die Blockungsdauer bei einem einigermaßen gesunden Patienten 120 Minuten nicht überschreiten sollte, ohne die Manschette kurzzeitig zu entlüften. Empfohlen wird eine Reperfusionsdauer von 10–15 Minuten für die erste und 15–20 Minuten für jede weitere Reperfusion. Die abschließende Entlüftung sollte erst nach dem Vernähen der Wunde erfolgen, da eine frühere Entlüftung mit größerem Blutverlust verbunden ist. Bekannte Komplikationen wie Nervenschäden, Hautläsionen oder das Post-Tourniquet-Syndrom lassen sich durch passende, möglichst breite Manschetten, korrekte Positionierung an muskelreichen Extremitätenabschnitten, Unterpolsterung und den geringstmöglichen Blockungsdruck minimieren.
Historisch reicht die Anwendung von Tourniquets im Operationssaal bis ins Jahr 1873 zurück, als Esmarch die Blutleere mittels Gummibandage beschrieb; die erste chirurgische Anwendung pneumatischer Tourniquets wird Harvey Cushing (1904) zugeschrieben. VBM stellte 1982 als zweites Produkt der Firmengeschichte ein Blutsperregerät vor und verfügt heute über eine 40-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Blutsperregeräten und dem entsprechenden Zubehör.
Für Fachpersonal, das seine Kenntnisse zu Blutsperre-Manschetten vertiefen möchte, hat VBM Medizintechnik eine kommentierte Bibliografie zusammengestellt. Eine Auswahl relevanter Veröffentlichungen:
Mehr Informationen zum Hersteller und zum vollständigen Produktprogramm finden Sie auf der offiziellen VBM-Homepage. Die kommentierte Bibliografie mit weiteren Referenzen erhalten Sie direkt vom VBM-Team.
Zur kompletten Blutleere-Ausrüstung empfehlen wir zusätzlich: die Esmarch-Staubinde (6 cm × 5 m, blau) zur Blutentleerung vor Belüften der Manschette, das farbkodierte VBM-Maßband zur Größenbestimmung, Schnellverschlusskupplungen aus Metall oder Kunststoff sowie O-Ringe und Verschlusskappen als Verschleißteile.
Wann sollte eine konische Blutleere-Manschette verwendet werden?
Konische Manschetten sind für konisch geformte Extremitäten gedacht, wie sie vor allem bei sehr muskulösen oder adipösen Patienten vorkommen. Da sie anatomisch besser angepasst sind, übertragen sie den Druck bereits bei niedrigeren Werten besser auf das Tiefengewebe und vermindern das Risiko mechanischer Scherkräfte. Mit ihnen kann in der Regel mit geringeren Drücken gearbeitet werden als mit zylindrischen Manschetten.
Wie wird der richtige Manschettendruck bestimmt?
Wichtigstes Kriterium ist der präoperative systolische Blutdruck des Patienten. Für die oberen Extremitäten wird in der Literatur ein Druck von 75–100 mmHg über dem systolischen Wert als ausreichend beschrieben, für die unteren Extremitäten der zweifache Wert des systolischen Blutdrucks. Der Druck muss individuell an Faktoren wie Umfang und Zustand der Extremität sowie an das Manschettendesign angepasst werden.
Was ist der Unterschied zwischen Einfach- und Doppelmanschette?
Eine Einfachmanschette besitzt eine Blase und genügt für die meisten Eingriffe unter Allgemein-, Spinal- oder Plexus-Anästhesie. Eine Doppelmanschette besitzt zwei getrennt be- und entlüftbare Blasen und wird für die intravenöse Regionalanästhesie (IVRA, Bier's Block) eingesetzt. Nach Verabreichung des Lokalanästhetikums wird die Belüftung von der proximalen auf die distale Blase gewechselt, wodurch schmerzbedingte Komplikationen an der belüfteten Manschette vermieden werden.
Sind die Silikon-Blutleere-Manschetten von VBM autoklavierbar?
Ja, die wiederverwendbaren VBM Silikon-Manschetten können bei 134 °C im Autoklaven sterilisiert werden. Sie sind damit für sterile Anwendungen geeignet. Einmal-Produkte wie Tourniquet Drapes und Einmal-Manschetten dürfen dagegen nicht resterilisiert oder wiederverwendet werden.
Wie lange darf eine Blutsperre angewendet werden?
Bei einem einigermaßen gesunden Patienten sollte die Blockungsdauer 120 Minuten nicht überschreiten, ohne die Manschette kurzzeitig zu entlüften. Eine Reperfusion von 10–15 Minuten für die erste und 15–20 Minuten für jede weitere Reperfusion wird empfohlen. Die digitalen VBM Tourniquets signalisieren nach Operationsbeginn alle 30 Minuten akustisch und visuell die verstrichene Zeit.
Gibt es Kontraindikationen für pneumatische Tourniquets?
Mögliche Kontraindikationen sind nach Herstellerangaben unter anderem offene Beinfrakturen, schwere Quetschverletzungen, beeinträchtigter Kreislauf (z. B. periphere arterielle Verschlusskrankheit) und Diabetes mellitus. Die Liste ist nicht abschließend; ob ein Tourniquet eingesetzt werden darf, entscheidet die behandelnde Fachperson im Rahmen der präoperativen Untersuchung.
Warum sollte die Manschette unterpolstert werden?
Eine Unterpolsterung kann helfen, Faltenbildung, Einklemmen und auf das weiche Gewebe wirkende Scherkräfte zu verringern. Zu dickes Polstermaterial ist zu vermeiden, da sonst ein höherer Druck erforderlich wird, um eine sichere Blockung zu erreichen.
CLS Medizintechnik beliefert landesweit Arztpraxen, Kliniken, OP-Zentren und chirurgische Abteilungen mit Blutsperre-Systemen von VBM Medizintechnik GmbH – vom Einmal-Produkt bis zum elektrischen Tourniquet-Gerät. Sie profitieren von persönlicher Fachberatung, fairen Preisen und zuverlässiger Lieferung.
Der Einsatz der vorgestellten Produkte ist medizinischem Fachpersonal vorbehalten. Alle Angaben dienen der Produktberatung und stellen kein Heilversprechen dar. Maßgeblich für die Anwendung sind ausschließlich die Gebrauchsanweisung und die Angaben des Herstellers.