
Art.Nr.: 12045-20
Der ProLine Drogentest Multidip 10 A ist ein qualitativer Urin-Schnelltest zum orientierenden Nachweis von zehn Drogen und Psychopharmaka. Er arbeitet nach dem kompetitiven Immunoassay-Prinzip und liefert ein klares visuelles Ergebnis in 3–5 Minuten – ohne Laborausstattung oder Analysegerät. Jeder Dipstick vereint zehn einzelne Teststreifen für die verschiedenen Substanzgruppen in einem kompakten Kunststoffhalter.
Die nachweisbaren Substanzen decken das in der Praxis relevante Spektrum ab: Amphetamin, Barbiturate, Benzodiazepine, Kokain, Ecstasy (MDMA), Methamphetamin, Opiate (Morphin/Heroin), Methadon, trizyklische Antidepressiva (TCA) und Cannabis (THC). Das Auswertungsprinzip basiert auf dem Linienprinzip: Zwei sichtbare Banden zeigen ein negatives Ergebnis an, eine einzelne Kontrollbande ein positives. Eine fehlende Kontrolllinie macht den Test ungültig.
Diese Packungsgröße mit 20 Tauchtests ist auf den regelmäßigen Bedarf in Sucht- und Beratungseinrichtungen, Substitutionsambulanzen, betrieblichen Gesundheitsdiensten und klinischen Einrichtungen ausgelegt. Er ist als CE-gekennzeichnetes In-vitro-Diagnostikum ausschließlich für den professionellen Einsatz durch medizinisches Fachpersonal bestimmt. Positive Screening-Ergebnisse müssen durch ein quantitatives Bestätigungsverfahren (z. B. GC-MS oder LC-MS/MS) gesichert werden.
| Produktname | ProLine Drogentest Multidip 10 A |
| Hersteller | Promeditech GmbH |
| Packungsgröße | 20 Tauchtests |
| Testprinzip | Kompetitiver Immunoassay (Lateral Flow) |
| Nachweisbare Substanzen | AMP, BAR, BZO, COC, MDMA, MET, OPI, MTD, TCA, THC |
| Probenmatrix | Humaner Urin |
| Ergebniszeit | 3–5 Minuten |
| Auswertung | Visuell, kein Gerät erforderlich |
| Lagerung | 2–30 °C, trocken, lichtgeschützt |
| Haltbarkeit | Siehe Verpackung |
| Sterilität | Nicht steril, Einmalartikel |
| CE-Kennzeichnung | CE (IVD) |
| Zweckbestimmung | Nur zur professionellen In-vitro-Diagnostik |
| Abkürzung | Substanz / Substanzgruppe |
| AMP | Amphetamin |
| BAR | Barbiturate |
| BZO | Benzodiazepine |
| COC | Kokain-Metabolit (Benzoylecgonin) |
| MDMA | Ecstasy (3,4-Methylendioxymethamphetamin) |
| MET | Methamphetamin (Crystal Meth) |
| OPI | Opiate (Morphin, Heroin) |
| MTD | Methadon |
| TCA | Trizyklische Antidepressiva |
| THC | Cannabis-Metabolit (THC-COOH) |
| Substanz | Typischer Nachweiszeitraum im Urin |
| Amphetamin / Methamphetamin | 1–3 Tage |
| Barbiturate | bis 7 Tage (langwirksame Barbiturate länger) |
| Benzodiazepine | 2–7 Tage (langwirksame Vertreter länger) |
| Kokain | 1–3 Tage |
| MDMA (Ecstasy) | 1–3 Tage |
| Opiate (Morphin/Heroin) | 1–3 Tage |
| Methadon | 2–3 Tage |
| THC (gelegentlicher Konsum) | 1–3 Tage |
| THC (chronischer Konsum) | bis über 30 Tage |
| Trizyklische Antidepressiva | 2–7 Tage |
Richtwerte. Individuelle Abweichungen durch Stoffwechsel, Dosis, Hydratation und Substanzvariation möglich.
Ergebnisinterpretation:
2 Banden (Test- und Kontrolllinie): Negativ – die Substanz wurde nicht oberhalb des Grenzwerts nachgewiesen.
1 Bande (nur Kontrolllinie): Positiv – die Substanz wurde oberhalb des Grenzwerts nachgewiesen.
Keine Kontrolllinie: Ungültig – Test nicht auswertbar, Wiederholung erforderlich.
Jede sichtbare Testlinie gilt als negatives Ergebnis, unabhängig von ihrer Intensität. Nur für den einmaligen Gebrauch. Positive Screening-Ergebnisse sind durch ein Bestätigungsverfahren (GC-MS / LC-MS/MS) zu verifizieren.
Nein. Der Multidip 10 A ist ein Orientierungstest (Screening). Positive Ergebnisse geben Anlass zur weiterführenden Diagnostik, sind aber kein Beweis für eine Drogeneinnahme und nicht gerichtsverwertbar. Für rechtlich belastbare Nachweise ist eine quantitative Bestätigungsanalyse mittels GC-MS oder LC-MS/MS durch ein akkreditiertes Labor zwingend erforderlich.
Ja. Bestimmte Medikamente können strukturelle Ähnlichkeiten zu den Zielsubstanzen aufweisen und zu falsch-positiven Reaktionen führen. Besonders relevant sind Benzodiazepine (BZO), trizyklische Antidepressiva (TCA) und opioidhaltige Schmerzmittel (OPI). Eine Medikamentenanamnese sollte vor der Testinterpretation erhoben werden.
Jede sichtbare Testlinie – auch eine blasse – gilt als Linie und zeigt ein negatives Ergebnis an. Nur das vollständige Fehlen der Testlinie bei vorhandener Kontrolllinie ist als positiv zu werten. Die Intensität der Linie hat keine semiquantitative Aussagekraft.
THC-COOH ist stark lipophil und wird im Fettgewebe gespeichert. Bei gelegentlichem Konsum ist es meist nach 1–3 Tagen nicht mehr nachweisbar. Bei chronischem Konsum kann es durch kontinuierliche Freisetzung aus dem Fettgewebe über mehrere Wochen im Urin verbleiben. Faktoren wie Körperfettanteil, Stoffwechsel und Trinkmenge beeinflussen den Nachweiszeitraum erheblich.
Tests bei 2–30 °C, trocken und lichtgeschützt lagern. Beutel erst unmittelbar vor der Anwendung öffnen. Das aufgedruckte Verfallsdatum ist verbindlich. Bei Lagerung unter 2 °C müssen die Tests vor Gebrauch auf Raumtemperatur gebracht werden, um fehlerhafte Ergebnisse zu vermeiden.