
Art.Nr.: 07007302190
Die Roche CARDIAC POC Troponin T Teststreifen ermöglichen die quantitative Messung von kardialem Troponin T unmittelbar in der Praxis, in der Notaufnahme oder im Rettungswagen – über das Roche cobas h 232 POC-Analysegerät, in 8 bis 12 Minuten, ohne Zentrallabor. Der Messbereich von 40–2000 ng/l deckt den gesamten klinisch relevanten Bereich für die Infarktdiagnostik ab: von der Grenzwerterkennung bei Verdacht auf akutes Koronarsyndrom (ACS) bis zur Verlaufskontrolle unter Therapie. Die automatische Chargenkalibrierung über den beiliegenden Code-Chip macht eine manuelle Kalibrierung überflüssig – der Test ist unmittelbar nach Entnahme aus dem Kühlschrank einsatzbereit. Geeignet für kardiologische Praxen, Notaufnahmen, Intermediate-Care-Stationen und den Rettungsdienst.
Kardiales Troponin T ist der empfindlichste und spezifischste Biomarker für Myokardschäden und zentraler Bestandteil der ESC-Leitlinien zur Diagnostik des akuten Myokardinfarkts. Der Roche CARDIAC POC Troponin T ermöglicht die Triage von Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf ACS bereits in der Prähospitalphase: Ein Wert ≥ 50 ng/l gilt als Hinweis auf einen akuten Myokardinfarkt mit erhöhtem Mortalitätsrisiko und ermöglicht eine schnellere Zuweisung zur kardiologischen Intensivstation oder ins Katheterlabor. Durch die gute Übereinstimmung mit dem hochsensitiven Elecsys® Troponin T-Assay aus dem Zentrallabor sind die Ergebnisse direkt in den klinischen Workflow integrierbar.
Der Teststreifen wird in den cobas h 232 eingeführt – das Gerät liest den Code-Chip automatisch ein und übernimmt die chargenspezifische Kalibrierung. Die Blutprobe wird mit der Dosierpipette aufgetragen, die Messung startet automatisch nach Probenerkennung. Das Ergebnis wird digital ausgegeben und kann per LAN oder WLAN an das Laborinformationssystem übertragen werden.
| Hersteller | Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim |
| Analyt | Kardiales Troponin T (cTnT) |
| Testprinzip | Sandwich-Immunoassay (Lateral Flow), quantitative Auswertung via cobas h 232 |
| Messbereich | 40–2000 ng/l |
| Analysezeit | 8–12 Minuten |
| Probenmaterial | Venöses Vollblut (Lithium-Heparin), 150 µl |
| Kompatibilität | Roche cobas h 232 POC-System |
| Kalibrierung | Automatisch via chargenspezifischem Code-Chip |
| Packungsinhalt | 10 einzeln versiegelte Teststreifen inkl. Code-Chip |
| Lagerung | ❄️ 2–8 °C (kühlpflichtig) |
| Betriebstemperatur | 15–30 °C |
| Zulassung | CE-IVD (Klasse A nach IVDR) |
| REF / PZN / EAN | 07007302190 / 10268778 / 07613336103326 |
Was misst der Test – und warum ist Troponin T so wichtig?
Kardiales Troponin T (cTnT) ist ein hochspezifisches Strukturprotein des Herzmuskels, das bei Myokardschäden in die Blutbahn freigesetzt wird. Es ist gemäß ESC-Leitlinien der zentrale Biomarker in der Diagnostik des akuten Myokardinfarkts (AMI) und des akuten Koronarsyndroms (ACS). Der Roche CARDIAC POC Troponin T misst cTnT quantitativ im Bereich 40–2000 ng/l und liefert damit klinisch verwertbare Werte für Diagnose, Triage und Verlaufskontrolle.
Wie gut stimmen die POC-Ergebnisse mit dem Zentrallabor überein?
In einer multizentrischen Validierungsstudie (vier Standorte) lagen die relativen Abweichungen zwischen dem CARDIAC POC Troponin T und dem hochsensitiven Elecsys® Troponin T-Assay im Zentrallabor bei –4,1 % bis +6,8 %. Die Ergebnisse sind damit für den klinischen Alltag gut vergleichbar und direkt in den bestehenden Diagnostik-Workflow integrierbar.
Wie ist ein Wert unter 40 ng/l zu bewerten?
Werte unterhalb der Nachweisgrenze von 40 ng/l gelten als unauffällig, schließen einen Myokardschaden jedoch nicht vollständig aus – insbesondere wenn die Messung früh nach Symptombeginn erfolgt. Die ESC-Leitlinien empfehlen bei klinischem Verdacht eine Verlaufsmessung nach 1–3 Stunden. Anamnese, EKG und Symptomatik bleiben entscheidend.
Kann der Test mit Kapillarblut durchgeführt werden?
Nein. Für dieses Testverfahren ist ausschließlich heparinisiertes venöses Vollblut (Lithium-Heparin, 150 µl) validiert. Kapillarblut ist nicht geeignet.
Ist der Einsatz im Rettungsdienst möglich?
Ja. Das cobas h 232 ist akkubetrieben, wiegt ca. 650 g und ist für den mobilen Einsatz konzipiert. Voraussetzung ist die Einhaltung der Betriebstemperatur von 15–30 °C sowie die lückenlose Kühlkette für die Teststreifen (2–8 °C). Die Teststreifen sind unmittelbar nach Entnahme aus dem Kühlschrank einsatzbereit – ohne Wartezeit.
Muss das Gerät manuell kalibriert werden?
Nein. Die Kalibrierungsdaten werden automatisch über den chargenspezifischen Code-Chip eingelesen, der jeder Packung beiliegt. Eine manuelle Kalibrierung ist nicht erforderlich.
Welche Qualitätskontrolle ist erforderlich?
Für den Betrieb des cobas h 232 im Rahmen der RiliBÄK sind regelmäßige interne Qualitätskontrollen mit den entsprechenden Roche CARDIAC Kontrollstreifen und Qualitätskontrolllösungen vorgeschrieben. Die Häufigkeit richtet sich nach den geltenden Anforderungen der jeweiligen Einrichtung.