
Art.Nr.: 04877802190
Die Roche CARDIAC D-Dimer Teststreifen ermöglichen die quantitative Bestimmung von D-Dimer direkt am Point of Care – über das Roche cobas h 232 POC-Analysegerät, in nur ca. 8 Minuten, ohne Laborumweg. D-Dimer ist der etablierte Biomarker zum Ausschluss einer tiefen Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie (LE) bei Patientinnen und Patienten mit niedriger bis mittlerer klinischer Vortestwahrscheinlichkeit.
Ein negativer Befund – D-Dimer unter dem Cut-off von 0,5 µg/ml FEU – schließt eine TVT oder LE mit hoher Wahrscheinlichkeit aus und erspart in vielen Fällen aufwändige bildgebende Diagnostik. Die automatische Chargenkalibrierung via Code-Chip macht eine manuelle Kalibrierung überflüssig. Die Teststreifen sind unmittelbar nach Entnahme aus dem Kühlschrank einsatzbereit. Geeignet für Notaufnahmen, internistische und angiologische Praxen sowie den Rettungsdienst.
In Methodenvergleichen zeigte der Test eine hohe Übereinstimmung mit etablierten Laborverfahren. Der Messbereich deckt den klinisch relevanten Bereich für den sicheren Ausschluss von Thromboembolien ab.
| Hersteller | Roche Diagnostics |
| Analyt | D-Dimer (quervernetztes Fibrin-Spaltprodukt) |
| Testprinzip | Quantitativer Immunoassay (Lateral Flow), Auswertung via cobas h 232 |
| Messbereich | 0,1–4,0 µg/ml FEU |
| Cut-off (Standard) | 0,5 µg/ml FEU (500 µg/l) |
| Analysezeit | ca. 8 Minuten |
| Probenmaterial | Heparinisiertes venöses Vollblut (Lithium-Heparin), 150 µl |
| Anzeigeeinheiten | µg/ml FEU, ng/ml, mg/l, µg/l (wählbar) |
| Kompatibilität | Roche cobas h 232 POC-System |
| Kalibrierung | Automatisch via chargenspezifischem Code-Chip |
| Packungsinhalt | 10 einzeln versiegelte Teststreifen inkl. Code-Chip |
| Lagerung | 2–8 °C (kühlpflichtig) |
| Betriebstemperatur | 15–30 °C |
| Haltbarkeit | Siehe Verpackung |
| Kennzeichnung | CE (IVD), für professionelle Anwender |
Wann ist der D-Dimer-Test klinisch indiziert?
Der Test ist indiziert bei Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie in Kombination mit einer niedrigen bis mittleren klinischen Vortestwahrscheinlichkeit (z. B. bewertet mittels Wells-Score). Bei hoher Vortestwahrscheinlichkeit sollte direkt eine bildgebende Diagnostik erfolgen, da ein negativer Befund hier keine sichere Ausschlussdiagnose erlaubt.
Was bedeutet ein negativer D-Dimer-Befund?
Ein Wert unter dem Cut-off von 0,5 µg/ml FEU gilt bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit als starker Indikator gegen das Vorliegen einer TVT oder LE. Die Sensitivität des Tests liegt bei über 97 %, sodass in diesem Fall weitere bildgebende Verfahren oft verzichtet werden können.
Was ist der altersadaptierte Cut-off?
Bei Patienten über 50 Jahren steigen D-Dimer-Werte physiologisch an. Die Verwendung eines altersadaptierten Cut-offs (Alter × 0,01 mg/l FEU) kann die Spezifität erhöhen, ohne die Sensitivität wesentlich zu verringern. Dies ist eine klinische Empfehlung (z. B. ADJUST-PE-Studie), die im Rahmen der Ergebnisinterpretation berücksichtigt werden kann.
Kann der Test mit Kapillarblut durchgeführt werden?
Nein. Für das Roche cobas h 232 System ist ausschließlich heparinisiertes venöses Vollblut (Lithium-Heparin, 150 µl) validiert.
Bei welchen Erkrankungen können D-Dimer-Werte falsch erhöht sein?
Erhöhte Werte treten auch bei Infektionen, Sepsis, Malignomen, Schwangerschaft, nach Operationen oder Traumata sowie bei disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC) auf. Ein erhöhter Wert allein beweist daher keine Thromboembolie.
Welche Qualitätskontrolle ist erforderlich?
Gemäß RiliBÄK sind regelmäßige interne Qualitätskontrollen vorgeschrieben. Hierfür steht das Roche CARDIAC Control D-Dimer als lyophilisiertes 2-Level-Kontrollserum zur Verfügung.